Aufbau und Haltung der Rentiere

Für den Start meiner Rentier Alp wurden bereits gezähmte Rentiere eingekauft. Trotzdem ist es wichtig, dass sich die Tiere an mich gewöhnen können, damit ich dann mit ihnen arbeiten kann. Alle bisherigen Rentierhalter haben mit wenigen Tieren begonnen und darauf aufgebaut. An diese guten Erfahrungen möchte ich anknüpfen.
Um erfolgreich Rentiere zu züchten, werden männliche Rentiere einer anderen Blutslinie gebraucht. Das ist wichtig, damit es zu keinen Missbildungen kommt. Darum ist die Planung einer Zucht sehr wichtig.
Weibliche und zahme Rentiere werde ich behalten. Diese kommen dann in den Einsatz für den Besuch von Schulklassen, Familien und allen anderen Menschen, die Interesse an diesen Tieren haben. Die zahmen Rentiere können zu speziellen Zeiten auch gefüttert werden. Zudem plane ich den Besuch von Märkten, vermiete die Rentiere aber auch für Events oder Samichlaus-Besuche. Ganz besonders geeignet sind die Tiere für Trekking. Was Mensch und Tier guttut in der schönen Natur unterwegs zu sein. Balsam für beide Seelen und auch heilend wirkt.

Wichtig: Ich züchte keine Rentiere, um sie zu Schlachten. Alle Tier dürfen leben. Muss ich dennoch ein Tier schlachten, wird das ganzen Rentier (Fleisch, Fell, Horn) verwendet. Genau so wie uns die  Samis, die Ureinwohnern Skandinaviens (früher Lappen genannt) vorleben. Ihr Siedlungsgebiet erstreckt sich von der schwedischen Gemeinde Indre in der Provinz Dalarnas län im Süden über die nördlichen Teile Schwedens, Norwegens, Finnlands und im Nordosten bis zu den Küsten des Weissen Meeres und der Barentsee in Russland. Die Sami verspeisen das delikate Rentierfleisch, verwenden das Fell für Kleidung, Schuhe, Zelte etc. Knochen und Horn für Knöpfe und Handwerk und nicht zuletzt als Dekoration. Natürlich leben und arbeiten sie auch sehr eng mit den Rentieren zusammen. 


Lesen Sie dazu auch den untenstehenden Artikel von Planet Wissen.

Haltung der Rentiere

Bei der Rentierhaltung ist darauf zu achten, dass qualitativ hochstehendes, artgerechtes und abwechslungsreiches Futter verwendet wird. Rentiere sind Weidetiere und ernähren sich von Haus aus sehr bewusst. Die Flechten an den Bäumen sind ihre Lieblingsnahrung, weil sie die nötigen Mineralien enthalten. Die Rentier Alp Harmonie kann dabei auf die Unterstützung von Hanspeter Gähwiler setzen, er ist seit vielen Jahren im Futtermittelbereich tätig. Damit ist auch gewährleistet, dass die Zucht gelingt. Die natürlichen Lebensumstände sind in der Schweiz gegeben, das Schweizer Klima ist für Rentiere kein Problem, diese sind zwar Wintertiere und fühlen sich deshalb bei Temperaturen bis zu minus 60 Grad Celsius wohl. In den wärmeren Monaten ist eine Kühlung der Tiere, z.B. durch Wasser und schattenspendende Bäume und Unterstände zu empfehlen. Rentiere sind gute Schwimmer. Es ist keine Seltenheit, dass sie in den Seen oder Flüssen Abkühlung geniessen. Generell wollen wir den Samis, dem Rentiervolk, den artgerechten Umgang mit den Rentieren nachempfinden. 
Erfahrungen von Züchtern in der Schweiz zeigen, dass die klimatischen Bedingungen in unserem Land kein Problem sind.

Ökonomische Aspekte

Wirtschaftlich gesehen ist das Rentier als Ganzes verwertbar, vom lebendigen Tier als Haustier oder Wildtier über das Fleisch zum Verspeisen und die Haut als Leder oder zur Bekleidung.

 Weltweit ist der Handel mit Rentierfleisch noch nicht abgedeckt, in der Schweiz ist er kaum vorhanden.

Planet Wissen, Rentiere 

Rentiere:

Rentiere sind ausgesprochen gesellig. Im Gegensatz zu ihren großen Verwandten, den Elchen, leben sie in riesigen Herden im Fjell, den Hochgebirgen und Hochflächen oberhalb der Waldgrenze. In diesem kühlen und kargen Lebensraum finden die Rentiere ihre Nahrung – Gräser, Flechten, Pilze, Laub und Rinde. Dabei legen sie auf der Suche nach Futter und auf dem Weg von ihren Sommer- zu den Winterweiden teils mehrere Tausend Kilometer zurück, wobei die guten Schwimmer auch Flüsse und sogar Meeresarme durchqueren können.

Wirkliche Wildrens gibt es in Skandinavien nur noch wenige: Die riesigen Renherden, die das Land durchziehen, sind meist domestizierte Tiere, von denen viele traditionell vom Volk der Samen gehalten werden. Nach wie vor ziehen auch die domestizierten Tiere in großen Herden frei umher – die Menschen folgen ihrem Rhythmus und ihren Routen.

Heute bedienen sich die Samen bei den ausgedehnten Wanderungen ihrer Herden allerdings auch moderner Hilfsmittel: Sie folgenden Rentieren mit Motorschlitten, und zur jährlichen Zählung werden die Tiere zusätzlich mittels Hubschrauber zusammengetrieben.

Das Rentier als Wirtschaftsfaktor:

Der Mensch nutzt die Rentiere bereits seit Jahrtausenden. Bis heute sind diese Tiere die einzige domestizierte Hirschart. Rentierprodukte sind vor allem die Milch, das Fell und das magere Fleisch, das recht hohe Preise erzielt. 

Etwa ein Drittel der Tiere wird jedes Jahr zu diesem Zweck erlegt. Gefährdet sind die Rentiere dennoch nicht: Durch die Zucht bleibt die Herdenstärke erhalten. Weltweit gibt es in den subpolaren Zonen in Europa, Amerika und Asien noch geschätzte drei Millionen Tiere.

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